Google Pixel: Das beste Android Smartphone?

Google Pixel, das erste Smartphone direkt von Google, wurde der Öffentlichkeit bereits im Oktober 2016 präsentiert. Das Pixel und der große Bruder Pixel XL sind #MadeByGoogle, wurden aber mit Hilfe von HTC entwickelt und gebaut. Einige HTC-Gene kann man dem Gerät vor allem beim Gehäuse ansehen, wenn auch nur in Maßen. Ich habe das Pixel in der kleinen Version mit 32 GB direkt nach der Vorstellung bestellt, da mich das erste echte Google Smartphone schon sehr interessiert hat.
Bei der Keynote wurde viel versprochen. Aber kann es das auch halten? Ich konnte das Pixel nun einige Monate ganz genau unter die Lupe nehmen und habe mir diese Zeit auch bewusst genommen, um wirklich ein perfektes Bild vom Pixel zu erhalten. Denn Reviews, die nach 2 Wochen Nutzung entstehen, zeigen oft nicht alle Stärken und Schwächen im Alltag auf. Aber genug der vielen Vorworte: Kommen wir zum interessanteren Teil! Immerhin geht es darum, ob das Pixel tatsächlich das beste Android Smartphone da draußen ist!?

Design: Nicht neu, aber „ok“

Als das Pixel vorgestellt wurde, wurde direkt das Design am heftigsten diskutiert und von vielen kritisiert. Klar ist: Das Pixel ist nicht wirklich ein Smartphone, das neue Maßstäbe in puncto Design setzt. Aber ich glaube, das war auch gar nicht die Absicht von Google. Ich denke, man entschied sich gerade beim ersten Gerät bewusst für ein Design, was „zurückhaltend“ ist. Denn man wollte mit dem ersten Smartphone sicherlich kein Risiko aufgrund des Aussehens eingehen.

Dennoch wird oft behauptet, von mir auch, dass es sich irgendwie um einen iPhone Clone handelt. Und in gewisser Weise kann man das auch nicht abstreiten. Klar, es ist nicht eins zu eins ein iPhone, aber hat durchaus Ähnlichkeit. Das führte bei den einen zu Kritik, bei anderen zur Freude, denn der eine oder andere findet das iPhone-Design durchaus zeitlos. Die Display-Ränder, die damit einhergehen, wirken auf viele aber nicht so zeitlos, was grundsätzlich durchaus nachvollziehbar ist. Aber: Das Pixel liegt sehr gut in der Hand und fühlt sich sehr wertig an. Das muss es auch, denn bei einem satten Preis von 759 € in der kleinsten Version wäre billig nicht so gut. Das Aluminium Unibody Gehäuse fühlt sich gut an und ist nicht zu rutschig. Das Anthrazit ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber wenigstens keine Standardfarbe. Alternativ gibt es ja auch noch eine silberne Version.

Viel verständliche Kritik gab es für ein Stückchen Glas auf der Rückseite rund um den Fingerabdrucksensor. Das sah auf Bildern etwas komisch aus und ist auch live durchaus gewöhnungsbedürftig. Es ist kein „No-go“, aber irgendwie auch nicht richtig schön. Warum sich Google für das Glas an dieser Stelle entschieden hat, kann man nur raten, von daher thematisiere ich das hier nicht weiter. Man kann es mögen oder nicht oder alternativ darüber hinwegsehen. Tatsache ist aber, dass es dem Gerät, so komisch es klingt, doch irgendwie ein wenig „Grip“ verleiht.

Was hingegen gar nicht durchdacht ist, ist die Anordnung von Lautstärkewippe und Power-Button auf der rechten Seite. Das Pixel ist 5“ groß und der Power-Button auf der rechten Seite macht total Sinn. Auch ist sehr gut, dass der Button leicht „angeraut“ ist, so kann man ihn grundsätzlich ertasten. Aber leider ist die Lautstärkewippe mittig angebracht worden und der Power-Button darüber. Dadurch erreicht man ihn zwar mit dem Daumen, muss dafür aber mit der Hand irgendwie ungewohnt nach oben rutschen. Das fühlt sich unnatürlich an und mir passierte es regelmäßig, dass ich die „Lauter“-Taste anstatt den Power-Button gedrückt habe. Vor allem auch dann, wenn das Pixel auf dem Schreibtisch lag. Ich hätte es besser gefunden, wenn man das Ganze getauscht oder die Lautstärkewippe doch einfach auf die linke Seite gebracht hätte.

Display: Fein, aber nicht bahnbrechend

Das verbaute 5“ große AMOLED-Display im Pixel oder 5,5“ im Pixel XL macht einen wirklich guten Eindruck. Wie man es von AMOLED gewohnt ist, gibt es satte Farben und super Kontraste. Der Schwarzwert des Displays ist super, wie von AMOLED zu erwarten war, doch auch der Weißwert kann sich durchaus sehen lassen. Das Display löst mit Full-HD, also 1920 x 1080 Pixel, auf (441 ppi) bzw. mit QHD beim großen Bruder, also 2560 x 1440 Pixel (534 ppi). Das ist auf jeden Fall nennenswert und das Display kam mir zu jeder Zeit immer gestochen scharf und ordentlich vor. Die Farbwiedergabe ist sehr kräftig, aber dennoch natürlich.

Zwischendrin hatte ich das Gefühl, das Display sei ein wenig zu warm kalibriert, aber das ist eher persönliches Empfinden.

Das Display ist sehr blickwinkel-stabil und macht auch bei Sonneneinstrahlung eine wirklich gute Figur. Mit 422cd/m² ist das Display angenehm hell, wenn es denn gebraucht wird. Dank Corning Gorilla Glass 4 wird das Display ausreichend geschützt. Eine fettabweisende Beschichtung schützt vor unschönen Fingerabdrücken. So gut das denn eben auf einem Touch-Display geht.

Auch wenn viele sich beim kleinen Google Pixel eine QHD-Auflösung gewünscht hätten, finde ich Full-HD mehr als ausreichend, zumal das der Akkulaufzeit sehr zugutekommt.

Einzig beim ebenfalls auf der Keynote vorgestellten Daydream VR wird es dadurch etwas unschön. Nicht falsch verstehen! Ich bin bei einem Handy-Display weiterhin kein Fan von riesigen Auflösungen. Aber wenn das Ganze natürlich explizit für Virtual Reality genutzt werden soll, wird es mit Full-HD schon etwas schwierig. Bedingt durch die Vergrößerung werden dann Pixel unschön sichtbar, was dann ein wenig den Eindruck von einem alten Fernseher erzeugt.

Ich mag Retro zwar, aber in dem Fall ist das vermutlich eher nicht gewünscht.

Wer allerdings nicht mit dem Gedanken spielt, Daydream VR anzuschaffen, der kommt mit dem Display mehr als super aus. Alle, die sich VR-Tauglichkeit wünschen, sollten vielleicht eher zum Pixel XL greifen.

Hardware und Leistung? Kurzum: Wow!

Ich muss vorweg zugeben, dass ich mich mit Android ja immer recht schwertue, was die Leistung angeht. Warum? Weil so viele Android Smartphones auf dem Papier unfassbar viel Leistung haben, aber dann überhaupt nicht so wirken. Apps laden teilweise langsam, es gibt unnötige Microruckler und noch so Einiges mehr. Doch das liegt meistens nicht an zu wenig Leistung der Hardware, sondern an dem, was viele Hersteller durch die eigene Oberfläche auf den Geräten machen.

Auf dem Pixel ist natürlich Stock Android und ich muss wirklich sagen: WOW! Das ist das erste Android Smartphone, das mich wirklich überzeugt. Das erste Mal, dass sich Android für mich so richtig schnell anfühlt und butterweich wirkt. Auf dem Pixel ist natürlich das aktuellste Android 7 und wird erwartungsgemäß schnell mit den neusten Updates versorgt.

Aber kommen wir mal zur Hardware, die sich auch sehen lassen kann. Im Pixel werkelt der Qualcomm Snapdragon 821 der direkt VR-ready ist. Der SoC ist in neuster 64-Bit Architektur gebaut. Der Quad-Core-Prozessor heizt dem Pixel mit 2,15 GHz und 1,6 GHz ein und macht Android und den Apps richtig Beine. Selbst unter viel Last wird das Pixel nie unangenehm warm. Zwecks VR und natürlich auch, um die Gamer unter euch zu erfreuen, steht dem Snapdragon 821 noch die Adreno 530 GPU zur Seite und sorgt für ordentlich Grafikleistung. Die 4 GB RAM ermöglichen eine schnelle Datenverarbeitung und flüssiges Multitasking. Allem in allem macht die Hardware richtig Spaß und sorgt für ein extrem gutes Gefühl bei der Benutzung. Natürlich arbeitet auch Android wie iOS mit einigen Tricks, um Ladezeiten etwas zu kaschieren, aber das ist nicht schlimm. Es fühlt sich alles schnell und geschmeidig an und die flüssigen Animationen lassen das ganze Android sehr schnell wirken. Insgesamt ein extrem gutes Look & Feel, was sicherlich auch für Gamer sehr interessant ist.

Die am besten bewertete Kamera in einem Smartphone

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Google wirbt damit, dass im Pixel die bisher am besten bewertete Kamera in einem Smartphone verbaut wurde. Google bezieht sich dabei auf eine Bewertung von 89 Punkten beim DxOMark Mobile-Test.

Nun stellt sich die Frage: Ist die Kamera wirklich besser als beispielsweise die in einem iPhone 7 oder einem Samsung Galaxy S7? Bevor ich das kläre, hier erstmal ein paar Fakten zur verbauten Kamera, damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie gut die Kamera wohl sein kann.

Hauptkamera

Die Hauptkamera verfügt über einen 12,3 Megapixel-Sensor, der mit einer Blende f/2.0 ausgestattet wurde. Bereits hier wird klar, dass die Blende nicht mit dem aktuellen iPhone 7 (f/1.8) oder Galaxy S7 (f/1.7) mithalten kann. Google versucht das aber über einen größeren Sensor wettzumachen. Mit 1,55 µm ist der Sensor recht groß und kann viele Details aufnehmen, was sich dann in der besagten Bildqualität widerspiegeln soll. Um schnell fokussieren zu können, kommen gleich zwei Technologien zum Einsatz. Verbaut wurden ein Phasenautofokus und ein Laserautofokus.

Natürlich könnt ihr auch 4K-Videos mit 30 FPS aufnehmen, Zeitlupen mit 120 FPS (Full HD) oder 240 FPS (HD). Der Kamera wurde dann noch ein doppelter LED-Blitz zur Seite gestellt. Einen Bildstabilisator sucht ihr allerdings vergeblich, hier soll die Software die Bildstabilisierung übernehmen.

Frontkamera

Die Frontkamera kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit 8 Megapixeln löst diese sehr hoch auf und kann es somit sehr gut mit den Konkurrenten aufnehmen. Auf der Front wurde eine Blende von f/2.4 verbaut, was ebenfalls Eindruck macht. Das langt auch für HD-Videos mit 30 FPS im „Selfie-Mode“.

Kamera-Fazit

Kommen wir nun zu den Tatsachen, denn technisch liest sich das alles sehr gut. Die Hauptkamera kann definitiv überzeugen, jedenfalls wenn ausreichend Licht da ist und wenn HDR+ eingeschaltet ist. HDR+ sorgt für deutlich mehr Details in den Bildern und es ist ein ordentlicher Unterschied, wenn es abgeschaltet wird. Die Software kann hier also Einiges rausholen. Ohne HDR+ kann das Pixel allerdings nicht mit dem Wettbewerb mithalten. Ist es eingeschaltet, kann sowohl die Bildschärfe als auch der Dynamikumfang überzeugen. Der Autofokus ist schnell und auf den Punkt, jedenfalls in den meisten Fällen. Die Software-Bildstabilisierung mag bei Videos noch Einiges rausreißen, kann aber bei schnellen Schnappschüssen nur bedingt glänzen.

Richtig schwierig wird es bei schlechtem Licht. Beim Pixel fangen die Bilder sehr schnell an zu rauschen, sobald wenig Licht zur Verfügung steht. Das sorgt dafür, dass Bilder ein wenig schlechter werden und teilweise sogar aussehen wie eine Konfettiparade. Das ist sehr schade, denn selbst bei einer Blende von f/2.0 hätte ich da mehr erwartet. Hier scheint die Software vielleicht das Problem zu sein, weil diese zu schnell am ISO-Wert schraubt. Fakt ist, der größere Sensor ist hier wenig hilfreich. Wem Aufnahmen bei schlechtem Licht egal sind, der macht jedoch nichts falsch mit der Kamera.

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Dennoch bleibt die Kamera hinter den sehr hohen Erwartungen zurück, die das gute Testergebnis von DxOMark suggeriert. Vielleicht sind die geweckten Erwartungen aber auch einfach zu hoch. Die Frontkamera macht ebenfalls sehr gute Bilder, aber hier gilt genauso: Nur bei guten Lichtverhältnissen kann die „Selfie-Cam“ überzeugen. Hier scheinen die genannten Konkurrenten des Pixel weiterhin die Nase vorne zu haben.

Akku leer? Kein Problem!

Der Akku ist natürlich auch ein extrem wichtiger Punkt an einem Smartphone, auch wenn man als Hardcore-Nutzer in der Regel sowieso nur einen Tag damit auskommt (bis auf sehr wenige Ausnahmen). Das „kleine“ Pixel kommt mit einem 2700 mAh Akku daher, der große Bruder Pixel XL verfügt über einen 3450 mAh. Das ist nicht sonderlich viel, aber auch nicht besonders wenig. Das kleine Pixel kommt problemlos über den Tag und selbst, wenn das nicht so wäre, gibt es da noch ein wirklich gelungenes Fast Charging. Laut Google könnt ihr das Pixel in nur 15 Minuten mit ausreichend Saft für ca. 7 Stunden vollknallen.

Das nenne ich mal mehr als ordentlich! Ich würde zwar bei meiner Nutzung nicht von 7 Stunden Ladung sprechen, aber einige Stunden sind in 15 Minuten schon drin.

Allein diese Möglichkeit ist großartig, vor allem unterwegs. Mal eben an eine Steckdose für ein paar Minuten und es kann direkt weitergehen. Eine Power Bank wird damit fast überflüssig. Hier liegt das Pixel definitiv weit vorne und kann auch das Galaxy S7 deutlich in den Schatten stellen. Extrem schnell ist natürlich auch der Akku vollgeladen, was mich ebenfalls überzeugt hat.

Gesamtfazit

Nun kommt die alles entscheidende Frage oder besser die Fragen. Gibt es eine Kaufempfehlung für das Google Pixel? Ist das Pixel seinen hohen Preis ab 759 € aufwärts wert?

Kaufempfehlung oder nicht?

Ich würde sagen, das Google Pixel bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung. Das Pixel überzeugt in Sachen Leistung auf ganzer Linie. Schnelles Stock Android, starke Hardware, ein gutes Display, ein guter Akku (und Ladevorgang), eine gute Verarbeitung und ein guter Service machen das Pixel durchaus zu einem High-end-Smartphone. Natürlich gibt es schnell Updates für das eigene Smartphone, was bei anderen Herstellern ja eher nicht der Fall ist.

Ist das Pixel seinen Preis wert?

Das kann man eigentlich immer nur für sich selbst beantworten, denn jeder hat ein anderes Preis-Empfinden. Dennoch würde ich sagen, dass das Pixel sein Geld wert ist. Klar, wir reden hier über einen Preis, den sonst Apple für sein iPhone aufruft. Aber auch Samsung ruft bei einem neuen Galaxy-Modell ähnliche Preise auf und zeigt, dass es gerechtfertigt ist. Ist man natürlich nur bereit, in ein Mittelklasse-Gerät zu investieren, ist das Pixel ausgeschlossen. Anders als Samsung versucht Google aber den Preisverfall zu verhindern. Während die Preise der Galaxy Flagschiffe meist schnell fallen, ist das beim Pixel anders. Google hält den Preis wie auch Apple oben. Bei Amazon möchte Google sogar nochmal gute 50 Euro mehr haben als im eigenen Shop. Wer grundsätzlich das Budget hat und auf der Suche nach einem Flagschiff ist, macht mit dem Pixel dennoch nichts falsch und legt das Geld gut an.
Leider ist das Google Pixel nicht wasserdicht wie die Galaxy-Reihe oder das iPhone inzwischen. Ich finde, das ist zwar grundsätzlich kein Muss, aber trotzdem ist es sehr praktisch und wird eben auch vom Wettbewerb angeboten. Vielleicht folgt das in der nächsten Pixel-Version. Immerhin hat auch Apple sich viel Zeit damit gelassen.

Nun seid ihr an der Reihe: Wie findet ihr das Pixel? Oder habt ihr vielleicht sogar schon eins und könnt von euren Erfahrungen berichten? Würdet ihr euch das Pixel kaufen? Oder kann es euch nicht überzeugen? Lasst uns in den Kommentaren darüber sprechen!

Google Pixel, der iPhone 7 Killer – oder?

Gestern war es so weit: Mit dem Hashtag #MadeByGoogle haben die Jungs und Mädels aus Mountain View ihre erste eigene Smartphone Hardware vorgestellt. Das Google Pixel Smartphone hat gestern offiziell das Licht der Welt erblickt oder besser gesagt andersherum, denn eigentlich wurde alles schon vorher geleakt. Dennoch möchte ich kurz ein kleines Recap über die gestrige Keynote zum Google Pixel für euch verfassen und euch auf den neusten Stand bringen.

Google Pixel – Das neue iPhone ist geboren *hust*

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Darf ich sowas schreiben? Ich weiß, als Apple-Nutzer stehe ich vermutlich weit oben, wenn es um so kleine Sticheleien geht. Aber auch Google ließ es sich gestern nicht nehmen, ein wenig auf den Wettbewerber einzugehen. Machen ja inzwischen irgendwie alle und ich persönlich finde es immer sehr amüsant – und das, obwohl ich Apple-Nutzer bin.

Aber kommen wir direkt zurück zum Wesentlichen. Starten möchte ich gerne mit den äußeren Werten des neuen Pixel.

Verpackt wird die Hardware des ersten eigenen Google Smartphones in einem Aluminium Unibody Gehäuse, welches es in zwei verschiedenen Größen gibt. Bedeutet natürlich auch, dass der Akku nicht auswechselbar ist. Ihr könnt euch zwischen 5-Zoll und 5,5-Zoll entscheiden.

Farblich könnt ihr zwischen einem matten Schwarz (wird von Google aber Anthrazit genannt) und Silber wählen. Als Special Edition gibt es auch noch Blau zur Auswahl, was aktuell aber nicht vorbestellbar ist.

Von vorne erinnert das Google Pixel stark an ein iPhone und auch die Rückseite weist ein paar, sicher zufällige, Ähnlichkeiten auf. Auf der Rückseite ist ein Fingerabdrucksensor verbaut, der von Glas umschlossen ist. Hier konnte man sich wohl nicht auf ein Material einigen. Auf den Bildern sieht es aber ok aus. Ich bin gespannt, welchen Eindruck das Ganze macht, wenn man es in der Hand hält. Natürlich findet sich auf der Rückseite auch die Hauptkamera, die Google selbst als die am besten bewertete Kamera bezeichnet.

Die Kamera erreicht im DxOMark Mobile-Test einen Wert von 89, was der höchste Wert ist, den ein Smartphone jemals erreicht hat. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S7 liegt bei 88 und das iPhone 7 kommt im Test auf 86 Punkte.

Die Google Pixel Kamera löst mit 12,3 MP auf und setzt auf eine Blende von f/2.0, was nicht so lichtstark wie der Wettbewerb ist. 1,55 mm große Pixel sollen das allerdings wieder wettmachen und die Bilder bei jedem Licht zu einer Augenfreude machen.
Google Pixel Fast Charging
Auf der rechten Seite findet sich dann der Ein-/Aus-Button und darunter die Lautstärkewippe. Auf der linken Seite befindet sich der Einschub für die SIM-Karte und auch nur für diese. Der Speicher der Google Pixel Smartphones ist nicht durch eine MicroSD erweiterbar. Auf der Oberseite gibt es dann noch den klassischen 3,5 mm-Stereo-Kopfhörer-Anschluss, auf den wollte Google wohl nicht verzichten, was sicher viele freuen wird. Unten findet sich ein USB-Typ-C-Anschluss, über den ihr das Google Pixel oder natürlich auch den großen Bruder Google Pixel XL dank Fast Charging innerhalb von 15 Minuten so weit aufladen könnt, dass das Pixel wieder Saft für die nächsten 7 Stunden hat.

Display

sailfish-black-2xWie bereits erwähnt, könnt ihr euch zwischen Google Pixel und Google Pixel XL entscheiden. Der Unterschied liegt aber nicht alleine in der Größe des Displays von 0,5-Zoll mehr oder weniger.
Beide Smartphones verfügen über ein AMOLED basiertes Display. Allerdings lösen die beiden Pixels nicht mit den gleichen Pixeln auf. Die kleine Version hat von Google „nur“ ein Full-HD-Display (1920 x 1080 Pixel) spendiert bekommen, was uns zu einer Pixeldichte von 441 ppi bringt.

Von einem Smartphone, das Pixel heißt, hätte ich da irgendwie mehr erwartet, vollkommen unabhängig davon, ob ich glaube, dass man mehr braucht. Aber bei dem Preis ….. Ach, ich will nicht spoilern, wartet es ab.

Der große Bruder Pixel XL kommt, wie schon gesagt, mit einer Display-Größe von 5,5-Zoll daher und macht seinem Namen schon eher alle Ehre. Das 5,5-Zoll AMOLED-Display verfügt über eine QHD-Auflösung, also 2560 x 1440 Pixel, was eine Pixeldichte von 534 ppi zur Folge hat. Geschützt werden die beiden Displays vom allseits beliebten Corning Gorilla Glass 4, also noch nicht von der aktuellsten Version des stabilen Glases.

SoC, Arbeitsspeicher und interner Speicher

Kommen wir aber zu den Dingen, die keinen Unterschied machen. Denn mal abgesehen von unterschiedlichen Displays gibt es auch etwas, was beide Geräte gemeinsam haben. Google hat sich entschieden, beiden Pixeln den gleichen SoC, RAM und internen Speicher zu verpassen, was ich schon mal sehr löblich finde.

Ich finde es schrecklich, wenn kompaktere Geräte gerne mal in der Leistung eingeschränkt werden, wobei man sich natürlich darüber streiten kann, ob 5-Zoll noch kompakt sind. Sehe ich nicht so, aber das mag ja jede Hand anders empfinden.

Also zurück zum SoC: Hier setzt Google auf, wie könnte es anders sein, einen SoC aus dem Hause Qualcomm. Befeuert wird das Google Pixel vom Qualcomm Snapdragon 821, was ein Quad-Core CPU ist, der mit 2,15 GHz taktet bzw. mit 1,6 GHz. Natürlich handelt es sich um einen 64-bit SoC, der VR-ready ist, was ja auch notwendig ist, denn passend zum Google Pixel gibt es ab November auch eine VR-Brille für 79 $, hierzulande vermutlich dann für ca. 79 €.

Das neue Google Pixel und Pixel XL sind daydream-ready, wie es Google nennt. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich dabei um ein eigenes Google/Android-VR-Label, welches in Zukunft sicher auch von anderen Herstellern genutzt werden kann.

Dem leistungsstarken SoC stehen insgesamt 4 GB LPDDR-RAM zur Seite, was den beiden Google Smartphones sicher Beine machen sollte.

Ich finde es immer noch faszinierend, dass Android leider weiterhin viel RAM braucht, um ordentlich zu laufen. Es wäre langsam mal Zeit, das Speichermanagement von Android zu überarbeiten, Google!

Beim internen Speicher könnt ihr euch zwischen zwei verschiedenen Versionen etwas aussuchen. Das Einstiegsmodell hat 32 GB und die größere Version 128 GB. Dazwischen und darüber gibt es leider nichts, wie gesagt; der interne Speicher ist leider nicht erweiterbar, also solltet ihr euch das gut überlegen. Allerdings hat Google versucht, hier etwas zu unterstützen, und gibt jedem Google Pixel-Käufer unbegrenzten Speicher für Fotos und Videos in voller Auflösung für den Google Fotodienst. Das ist sicher schon mal eine riesige Hilfe, denn Bilder und Videos nehmen auf den Smartphones inzwischen schon ordentlich Platz weg.
Unlimited Fotos Space

Dennoch kann ich schon die ersten Android-Fans weinen hören, weil es keinen MicroSD-Karten-Slot gibt. Ich denke aber, dass auch Google für sich erkannt oder beschlossen hat, dass mögliche Datenverluste und die Schreib- und Lesegeschwindigkeit einer MicroSD einfach immer ein Flaschenhals sind.

Google Assistant

Google Pixel Keynote
Zugegeben, das Google Pixel und Google Pixel XL hauen mich rein leistungstechnisch nicht unbedingt vom Hocker. Das Design ist ok, aber ebenfalls nichts Neues. Stellt sich die Frage, womit Google bei seinen Käufern punkten will? Neben der VR-Brille soll es wohl vor allem der Google Assistant richten, der erstmals auf einem Smartphone vorinstalliert ist.

Für die Präsentation des Google Assistant wendete Google auf seiner Keynote, wenigstens mal gefühlt, so viel Zeit auf wie für das gesamte eigene Smartphone. Das alleine macht schon deutlich, wie wichtig Google der eigene Assistant ist und wie viel Potenzial Google darin sieht. Nicht zuletzt merkt man, wo die Wurzeln von Google liegen. Hardware ist einfach ein Nebenprodukt, auch wenn man jetzt selbst welche entwickelt.

Google zeigte auf der Google IO in diesem Jahr bereits recht eindrucksvoll, dass der Assistant wirklich schon unglaublich viel leisten kann. Nun stellt sich aber die alles entscheidende Frage: Möchte man das auch nutzen? Ich meine, klar, ist es praktisch, dass ich mit dem Smartphone per Sprachbefehl Dinge erledigen kann. Aber ist es wirklich DAS Argument, um dieses neue Google Pixel Phone zu kaufen?
Das größte Problem an Spracheingaben ist meiner Meinung nach, dass nach wie vor Vieles nicht verstanden wird, vor allem in lauteren Umgebungen. Dabei ist es egal, ob der Dienst Siri, Cortana oder Google Assistant heißt. Wobei man Google lassen muss, dass der Assistant aus meiner Sicht bereits am besten versteht und vor allem interpretiert. Doch die Frage bleibt, ob das mindestens 759 € wert ist? Denn das ist genau der Preis, den Google für das kleine Pixel mit 32 GB aufruft. Dass die Zeiten von sehr guten günstigen Smartphones von Google bereits mit den letzten Nexus-Geräten vorbei waren, ist kein Geheimnis, Google bewegt sich hier aber auf Apple iPhone 7-Niveau. Android-Fans oder Apple-Fans hin oder her – ich weiß nicht, ob man sich das auf Google-Seite wirklich erlauben kann?

Einfach von iOS zu Android wechseln

Wechsel zu Pixel
Wirklich cool hingegen ist die neue Möglichkeit von Google, den Wechsel von iOS zu Android stark zu vereinfachen. Ein mitgelieferter Adapter macht es möglich, das iPhone mit dem Google Pixel zu verbinden. Android kopiert dann alle wichtigen Inhalte auf das neue Pixel Smartphone und man kann direkt auf Android durchstarten.

Der Wechsel von einer zur anderen Plattform ist für die meisten immer noch die größte Hürde, weil sie schlicht und ergreifend Zeit und teilweise natürlich auch Geld kostet.

Kopiert werden für euch ganz automatisch folgende Inhalte von eurem iOS-Gerät:

  • Kontakte
  • Fotos
  • Videos
  • Musik
  • Texte
  • Kalendereinträge
  • und sogar iMessage-Nachrichten

Hier muss Apple noch stark nachlegen. Denn so gut das Apple-eigene Ökosystem sein mag, den Wechsel von Android zu iOS macht Apple einem nicht gerade leicht. Jedenfalls nicht so bequem, wie es Google nun andersherum tut.

Wie seht ihr das? Ist der Preis für das Google Pixel gerechtfertigt? Ist euch das erste echte Google Smartphone den Preis wert? Oder habt ihr mehr erwartet? Und noch viel wichtiger: Kauft ihr euch das Pixel?

Bildquelle: google.com

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