Ist das MacBook Pro 13 mit M1 noch ein echtes Pro?

Ist das MacBook Pro 13 mit M1 noch ein echtes Pro?

(Bild: apple.com)

Apple war dieses Jahr extrem fleißig was Keynotes angeht. In den letzten drei Monaten wurden drei Keynotes abgehalten und die letzte Keynote trug den reißerischen Namen “One more thing”. Wenn diese drei Worte fallen, vermuten viele großes und für Apple war das auch etwas großes, die neuen MacBooks mit dem neuen Apple Silicon M1 Chip wurden vorgestellt. Darunter auch ein MacBook Pro 13”. Doch nun stellt sich die Frage, ist das neue MacBook Pro auch wirklich noch Pro?

Mutiger technologiewechsel

Was man vorab direkt festhalten kann, ist das der Schritt zu einem eigenen Apple Prozessor einen riesen Schritt für Apple darstellt. Immerhin wird hier eine komplett andere technologie verwendet als bisher. Die Intel Prozessoren setzen auf die altbewährte X86 bzw. X64 Architektur, während es sich beim neuen Apple Silicon M1 SoC um die ARM Plattform handelt, die man sonst auch aus dem Smartphone kennt. Gerade Apple hat mit den letzten Generationen von eigenen Prozessoren in den iPhones und iPads eindrucksvoll gezeigt, dass sie sehr performante Chips produzieren können. Allerdings stellt sich die Frage, ob ein solcher Chip auch problemlos einen Laptop oder in Zukunft Desktop Rechner befeuern kann? Warum Apple das macht ist klar. Hier gibt es viele Gründe die sich aneinanderreihen. Ein paar davon möchte ich kurz hier aufzählen:

  1. Produktionskosten werden bei eigener Chip-Produktion deutlich günstiger
  2. ARM ist deutlich stromsparender als die X86 / X64 Architektur
  3. Deutlichere Leistungssprünge bei der ARM Plattform im Vergleich zur X64 Architektur
  4. Einheitliche Produktion, wenn alle Geräte in Zukunft auf die gleiche Architektur setzen

Kann das MacBook Pro 13” denn ein echtes Pro sein?

Die Pro Modelle von Apple richten sich schon immer an Pro Anwender, also Nutzer, die professionelle Anwendungsfälle haben. Dafür war bisher die Leistung bei den Pro Modellen auch immer etwas bis deutlich höher, im Vergleich zu den “normalen” Modellen. Doch in den letzten Jahren weichte das Pro immer weiter auf. Pro ist schon lange nicht mehr zwingend nur etwas für professionelle Nutzer. Abgesehen vom iMac Pro, dem Mac Pro und vielleicht noch dem MacBook Pro 16” mit dedizierter Grafikkarte hält sich das Pro Line-Up schon ziemlich in Grenzen. Das Pro entwickelte sich immer mehr zu einem Pro beim Preis und nicht zwingend bei der Leistung. 

Aber nun wird es Zeit sich die Specs mal genauer anzusehen. 

Technische Daten des Intel MacBook Pro 13”

Die technischen Daten des Intel MacBook Pro 13”, welches ihr auch immer noch bestellen könnt, lesen sich wie folgt:

  • Prozessor: Intel Core i5 2 GHz / Boost: 3,8 GHz oder Optional auch Intel Core i7 2,3 GHz / Boost 4 GHz
  • RAM: Wahlweise 16 GB oder 32 GB 
  • Grafik: Intel Iris Plus

Technische Daten des M1 MacBook Pro 13”

Die technischen Daten des neuen M1 ARM MacBook Pro 13”, dass ihr ab sofort bestellen könnt, lesen sich im Vergleich wie folgt:

  • Prozessor: Apple M1 Chip 8 Core CPU mit 4-Performance Kernen und 4-Effizienz Kernen
  • RAM: Wahlweise 8 GB oder 16 GB
  • Grafik: 8 Kern Grafikeinheit

(Bild: apple.com)

Der findige Leser merkt nun direkt etwas, Apple spricht hier immer von super Leistungswerten und davon, wie viel schneller der neue M1 Chip ist, mit Taktraten hält sich Apple aber bisher zurück. Wobei ein hoher Takt nicht zwingend eine hohe Leistung bedeutet, kommt es doch darauf an, was man aus einem Takt macht. Aber das würde jetzt zu weit führen. 

Fakt ist, welchen Takt der M1 Chip hat, wissen wir aktuell nicht, nur das der Chip schneller sein soll laut Apple. Wobei hier immer von sehr speziellen Anwendungen wie Xcode oder ähnlichem gesprochen wird. Darüber hinaus gibt es keine Option für 32 GB RAM mehr. Das wird die Pro Anwender sicher nicht unbedingt freuen. Und auch über die Leistung der 8 Grafikkerne ist aktuell wenig bekannt. Hier muss man der fairness halber aber auch zugeben, das die Intel Iris Plus Grafikkarte auch keinen Hering vom Teller zieht. Studiert man die technischen Daten noch etwas weiter, fällt einem direkt noch ein Unterschied auf. Apple hat dem MacBook Pro in der M1 Variante einfach mal 2 USB Anschlüsse geklaut. Nun müsst ihr mit zwei Anschlüssen leben, ähnlich wie beim MacBook Air. Das klingt ebenfalls nicht sehr nach Pro. 

Die ersten Tests werden es zeigen müssen

Final kann man aufgrund der Einblicke aus der Keynote und der technischen Daten die Apple bekannt gibt leider keine Aussage treffen. Fakt ist, das MacBook Pro 13” und das MacBook Air mit M1 Chip sind nun abgesehen von der Bauform und in der kleinsten Version einem Grafikkern weniger, eigentlich identisch. Ok, der Akku macht noch einen kleinen Unterschied, aber rein von den Specs, ist es nur ein kleiner Unterschied. Dennoch wird das Pro vermutlich länger mehr Leistung liefern können, da im Air kein aktiver Kühler mehr verbaut ist. Durch die aktive Kühlung wird das Pro Modell sicher länger einen höheren Takt halten können und so etwas mehr Leistung liefern. 

Nun kommt es sehr darauf an, wie gut Apple den neuen Prozessor ins eigene Betriebssystem integrieren konnte, was ja eine große stärke von Apple ist. Dennoch bin ich skeptisch und finde das MacBook Pro 13” hat noch mehr von seinen Pro Genen einbüßen müssen, was ich sehr schade finde. 

Nun bin ich aber gespannt, auf die ersten echten Tests, vor allem Alltagstests, die einen besseren Eindruck vermitteln werden, wie gut die neuen Prozessoren und Grafikeinheiten wirklich sind. Wer aktuell dabei ist, sich zu überlegen, ob ein neues MacBook mit M1 her muss, dem würde ich raten, die erste Generation abzuwarten. Erfahrungsgemäß sind die ersten Versionen immer noch sehr Fehleranfällig. Das wurde bereits vom Wechsel von Power PC zu Intel deutlich. Wer also nicht dringend ein neues MacBook Pro braucht, sollte noch bis zur nächsten Generation warten. 

Wie ist eure Meinung zum neuen M1 Chip und dem neuen MacBook Pro? Ist es für euch noch ein echtes Pro?

Das ist das MacBook Air 2018

Das ist das MacBook Air 2018

Einst war es das wohl leichteste und flachste Notebook der Welt und läutete die Ära der Ultrabooks ein. Die Rede ist vom MacBook Air. Neben dem MacBook Pro, das sich immer an die Profis richtete, war das Air extrem beliebt bei vielen Nutzern. Es hatte genug Leistung für alltägliche Arbeiten und war gewissermaßen das Einsteiger Notebook von Apple. Los ging es schon bei knapp unter 1000 Euro und war für viele eine echte Alternative zum MacBook Pro, jedenfalls, wenn man nicht so viel Leistung benötigte.

Totgesagte leben länger

Doch nachdem Apple das MacBook mit 12″ vorstellte, kamen schnell erste Gerüchte auf, dass das MacBook Air vor dem Aus stehen würde. Verständlich wurde das MacBook Air doch nur noch mit kleinen Produkpflegen bedacht und bot keine Neuerungen mehr. Doch Apple überraschte die Kunden nun beim Oktober Event mit einem neuen MacBook Air. Und Apple hat hier deutlich mehr als nur Produktpflege im Sinn. Das MacBook Air 2018 wurde von Grund auf neu gestaltet. Das hat allerdings auch seinen Preis.

MacBook Air 2018 – Die Details

Schon,wenn man sich das neue MacBook Air 2018 ansieht, wird schnell deutlich, dass sich einiges verändert hat. Neben der Standard Farbe Silber, gibt es das neue MacBook Air nun auch in Space Grey und Gold. Am Gewicht und der Grundform hat sich nicht extrem viel getan. Aber wenn man das neue MacBook Air 2018 aufklappt, fängt man direkt an zu staunen. Endlich hat auch beim MacBook Air der schwarze Bildschirmrahmen Einzug gehalten, wie man es schon lange vom MacBook Pro kennt.
Und auch am Display hat sich endlich etwas getan, denn auch das MacBook Air verfügt nun endlich über ein Retina-Display, wie auch der Pro Modell. Bei 13,3 Zoll bekommt ihr nun scharfe 2560 x 1600 Pixel auf die Augen. Wie auch beim Pro überzeugt das IPS-Display voll und ganz wenn es um Farbtreue und Schärfe geht.
Auch beim Prozessor müsst ihr keine großen Kompromisse mehr eingehen. In der Grundkonfiguration gibt es einen Intel Core i5 der 8. Generation mit einem Basistakt von 1,6 GHz und einen Boosttakt von bis zu 3,6 GHz. Wie schon in der Vergangenheit gibt es dazu 128 GB SSD Speicher, welcher nicht ausgetauscht oder nachträglich erweitert werden kann, sowie 8 GB Arbeitsspeicher, welcher ebenfalls fest verlötet ist und nicht im Nachhinein erweitert werden kann.
Als Grafikeinheit gibt es wieder die OnBord Grafikkarte Intel UHD 617, wem das nicht der reicht, der kann aber auch auf eine eGPU setzen, denn das neue MacBook Air 2018 verfügt über zwei USB-C Thunderbolt 3 Ports.
Auch neu ist die Tastatur, denn auch hier setzt Apple nun auf die bereits aus dem MacBook und dem MacBook Pro bekannte Butterfly Tastatur, die man entweder mag oder eben nicht. Genau wie beim MacBook Pro mit Touch Bar gibt es im Air nun auch einen TouchID Sensor für die Entsperrung mit dem Fingerabdruck. Eine Touch Bar gibt es hingegen nicht.

Technische Details auf einen Blick

Bauteil Details
Prozessor Intel Core i5 (8. Generation) 1,6 GHz bis zu 3,6 GHz Boosttakt
Arbeitsspeicher 8 GB oder 16 GB
Interner Speicher 128 GB, 256 GB, 512 GB oder 1,5 TB
Display Retina display (IPS) 2560 x 1600 Pixel
Grafikkarte Intel UHD 617
Anschlüsse 2x Thunderbolt 3 (USB-C) + 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku LiPo-Batterie mit 50,3 Wattstunden (bis zu 12h drahtlos surfen
Sicherheit TouchID (Fingerabdrucksensor)
Kamera 720p FaceTime HD Kamera
Maße & Gewicht Höhe: 0,41 bis 1,56 cm, Breite: 30,41 cm, Tiefe: 21,24 cm, Gewicht: 1,25 kg
Farben Gold, Silber, Space Grey

Viel extra Leistung auf Wunsch

Wem die Standard Konfiguration nicht reicht, der kann sein neues MacBook Air aber auch richtig Hochrüsten und es dem MacBook Pro fast ebenbürtig machen. Auf Wunsch gibt es bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und bis zu 1,5 TB internen SSD Speicher.

Einsteiger MacBook zum Profi Preis

Wer Apple kennt und ein wenig die Neuerungen hier verfolgt hat, der wird sich auch direkt denken können, das es das MacBook Air 2018 nicht mehr zu Apple Einsteigerpreis von 999 Euro gibt. In der Grundkonfiguration geht jetzt ab 1349 Euro los, also ordentliche 350 Euro mehr als beim Vorgänger. Wenn ihr es dann richtig krachen lassen wollt und die eben genannten dicksten Bauteile konfiguriert, kommt ihr auf ordentliche 3089 Euro. Ein vergleichbar konfiguriertes MacBook Pro gibt es rechnerisch ca. Zum gleichen Preis, allerdings mit einem höheren Prozessortakt und Touch Bar.

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